Am Anfang steht immer ein Traum: Wie wäre es, wenn ein Kirchenbesucher, nicht gleich in der Kirche steht, wenn er die Türklinke drückt, sondern damit erst einen Vorraum betritt? Wie wäre es, wenn er weiß, dass er vor dem Gottesdienst bei Bedarf noch einmal eine Toilette aufsuchen kann? Wie wäre es, wenn er sich schon freut, dass er nach dem Gottesdienst noch mit anderen bei einer Tasse Kaffee zusammenstehen kann, um vielleicht noch einmal das Gehörte zu besprechen oder einfach mit anderen Gemeinschaft zu pflegen?
In vielen Kirchen gibt es inzwischen einen „Willkommensbereich“ – hier kann man begrüßt werden, man kann sich zwanglos unterhalten ohne gleich im Sakralraum zu stehen, man kann den Mantel ablegen, während des Gottesdienstes können Personen mit Kindern leichter mal rausgehen und den Gottesdienst trotzdem über Lautsprecher verfolgen, hinterher kann man bei einer Tasse Kaffee noch zusammenbleiben oder einen Brunch anbieten… - so ein Raum kann vielfältig genutzt werden und lebt davon, wie er genutzt wird.
Schließlich ist ein moderner Anbau auch ein Signal nach außen – die Kirche ist kein starres Gebäude, das einmal erbaut wurde, sondern ein lebendiger Gottesdienstort, der jeder Generation erlaubt sich ein(an)zubauen, bzw. ihre aktuellen Akzente zu setzen.
Architekten aller Couleur widmen sich heutzutage besonders dem Eingangsbereich und gestalten diesen großzügig; man hat gemerkt hat, dass er das Gefühl, „gut angekommen zu sein“, entscheidend fördert.
Wie denken Sie darüber? Der Kirchenvorstand beschäftigt sich seit November 2010 in jeder Sitzung eingängig mit diesen Gedanken - sprechen Sie doch mal Kirchenvorsteher an, wie Sie darüber denken.
Die angefügten Skizzen stammen von Jürgen Lemke, dem Architekten, der auch das Evangelische Haus in Schwabach gestaltet hat und derzeit die Renovierung der Stadtkirche betreut. Es ist aber noch nichts entschieden – es stehen noch ganz andere Pläne im Raum, nur der Grundgedanke, dass so ein Eingangsbereich für unser Gemeindeleben gut wäre, trägt uns.
Anbau Skizzeb: