Kirchengemeinde Barthelmesaurach
Kirchensteuer rechnet sich

Liebe Gemeindeglieder!

In den vergangenen Tagen haben Sie in Ihrem Briefkasten eine Aufforderung zum Kirchgeld erhalten. Kirchgeld ist in Bayern ein Teil der Kirchensteuer, die ganz den Gemeinden vor Ort zukommt. Das muss man wissen, wenn sich vielleicht jemand schon geärgert hat, was die Kirche den noch wolle, man zahle doch schon Kirchensteuer…

Was die Kirchensteuer betrifft, möchte ich Ihnen einen interessanten Artikel aus dem  Deutschen Pfarrerblatt vom August 2011 nicht vorenthalten.

Vielen Dank für alle Unterstützung, Ihr Pfarrer Aupperle.

Und sie rechnet sich doch!

Von: Peter Haigis,

Und sie rechnet sich doch … die Kirchenmitgliedschaft und zwar im ganz praktischen kalkulatorischen Sinn: Wer in der Kirche ist, hat mehr vom Geld. Das zeigt eine Musterrechnung in der »WirtschaftWoche« vom 18.4.2011. Unter der Überschrift »Was die Kirchen leisten« präsentiert der Autor eine Bilanz, die zwar knapp, aber unwiderlegbar (denn Zahlen sind immer unwiderlegbar) ausweist, dass am Lebensende derjenige, der der Kirche angehört, den besseren Schnitt macht gegenüber demjenigen, der ausgetreten ist, sobald der erste eigene Gehaltszettel in den Briefkasten flatterte.

Die Musterrechnung, die übrigens von einem jungen katholischen Paar, beide 35, zwei Kinder, Jahresverdienst des Mannes: 45.000 Euro, der Frau: 40.000 Euro, ausgeht, ist vergleichsweise einfach. Selbiges Paar zahlt bei einer angenommenen Gehaltssteigerung von 2% p.a. bis ans Lebensende 70.861 Euro Kirchensteuer. Dem stehen gegenüber Leistungen der Kirche im Wert von 75.277 Euro. Man sieht und begreift geschwind: die Kirchenmitgliedschaft kostet das Paar nichts, sondern im Gegenteil bringt ihm am Ende etwas ein – nämlich exakt 4416 Euro. Wie gesagt, viel ist es nicht, aber doch auch nicht zu verachten.

Zustande kommt diese Bilanz, wenn Kirchenmitglieder die Dienstleistungen in Anspruch nehmen, auch die Konzerte, Krippenspiele etc... Auch berücksichtigt wurde, wer in Kirche eine Ort auch für sein seelisches Wohlbefinden findet, müsse weniger häufig zum Psychotherapeuten – das hätten Untersuchungen ergeben.