Kirchengemeinde Barthelmesaurach
St. Bartholomäuskirche

Die Kirche St. Bartholomäus wurde am 24. August 1502, dem Tag des Heiligen Bartholomäus, geweiht.

Bartholomäus bedeutet "Sohn des Tolmai", er war Jünger Jesu. Die Bartholomäuskirche war für die Ortschaft "Vrach" so bedeutsam, dass man schließlich den Ort Barthelmesaurach nannte. Das Aurach nach Bartholomäus ergibt auf gut fränkisch Barthelmesaurach.
Der massive Buntsandsteinturm der heutigen Kirche wurde im späten 14. Jahrhundert gebaut. Er wurde als Verteidigungsturm gebaut, im Erdgeschoss und im 1. Stock ohne Fenster, für den Schutz der Bevölkerung bei Gefahr.
Zuvor stand an gleicher Stelle eine Kapelle. Sie besaß noch keine Emporen. Ca. 100 Personen hatten darin Platz. Damals hatte Vrach noch keinen Pfarrer. Ein Kaplan aus Schwabach kam mit dem Herrgottsgaul, um ab und zu eine Messe zu halten. Von 1440 bis 1791 gehörte Schwabach mit Barthelmesaurach zum Markgrafentum Brandenburg-Ansbach.

Die Kirche in ihrer jetzigen Größe entstand im Jahre 1804.
In der Breite wurde sie um 2 Meter Richtung Straße vergrößert. Die Nahtstelle sieht man noch heute hinter dem steinernen Taufstein. Auch zwei neue Emporreihen sind damals an der Südseite entstanden. Der Chorraum wurde in der Fortführungslinie des Turmes zugemauert. Dadurch rückte der Altar sehr nahe zu den Gemeindegliedern. Auch eine Quelle wurde erwähnt, die sich unter dem Altar befand. Pfarrer Christof Konrad Samuel Vogtherr, von September 1804 bis zu seinem Tode 1828 in Barthelmesaurach, hat sich um die Innenausstattung verdient gemacht. Er sorgte für einen neuen Taufstein, ließ einen zweiten Ausgang zum Westseite schaffen und erreichte auch den Neubau der Orgel im Jahr 1804.

1929 wurde eine neue Orgel für 7.731 Reichsmark beschafft. Philip Sieber aus Holzkirchen im Ries hat diese Orgel als Opus 114 gefertigt.
Sie besitzt 2 Manuale und 18 Register. Diese Orgel wurde mittlerweile einige Male renoviert und neu gestimmt. Die letzte Renovierung war im Jahre 2004 und ist von der Firma Maderer aus Nürnberg zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt worden.

Die 4 Glocken am Kirchturm.
Die älteste Glocke stammt aus dem Jahre 1850 und schlägt noch heute alle Viertelstunde. Sie hat die Aufschrift: "Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". Die zweitälteste Glocke ist nur geringfügig jünger. Die zwei größten Glocken wurden im 2. Weltkrieg zu Kriegszwecken verwendet. Nach dem Krieg wurden wieder zwei neue große Glocken angebracht. Die Klöppel mussten vor einigen Jahren erneuert werden. Alle vier Glocken hören wir jeden Sonntag zum Gottesdienst und jeden Tag zur Mittagsstunde.

Die bunten Fenster an der Südseite der Kirche.
Sie sind vermutlich im Jahre 1900 entstanden und mit Glasmalerei im Jugenstil geschaffen. Ein Fenster zeigt die Evangelisten Matthäus und Johannes, das andere die Apostel Paulus und Petrus. (Paulus mit dem Schwert in der Hand, Petrus mit den Himmelsschlüsseln.) Das mittlere Fenster zeigt Martin Luther und Philipp Melanchton. Im Hintergrund Luthers die Wartburg, Melanchton vor der Schlosskirche in Wittenberg.

Das Altarbild mit der Geburt Christi und sechs Stationen des Lebens Jesu wurde 1939 als Fresko geschaffen.
Es wurde von Professor und Lehrer Johannes Geyer aus Schwabach gemalt. Er soll sein Gesicht und Gesichtszüge seiner Familie verwendet haben.
Folgende Jesusworte sind rund um das Bild geschrieben:
Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

Wir können Gott danken als Kirchengemeinde Barthelmesaurach anno 2002 voller Freude, dass wir 500 Jahre Bartholomäuskirche feiern konnten. Unsere Dankbarkeit gilt auch unseren Vorfahren, die dieses Haus der Gottesverehrung, des Gebets, der Gemeinschaft und des Friedens trotz Armut und unter Mühen gebaut und erhalten haben.
So besitzt Barthelmesaurach ein schönes Gotteshaus, in dem wir gern miteinander Gottes Wort hören und Kraft schöpfen können für den Alltag.

 

Am Lesepult vor dem Altar liegt ein Gästebuch auf.
Über ein Grusswort unserer Kirchenbesucher freut sich der Kirchenvorstand!